Gerät die Hapimag Erfolgsgeschichte ins Stocken?

Die Luzerner Zeitung titelte am 22. April 2017 „Hapimag kommt nicht zur Ruhe“ und bezieht sich mit dieser Aussage auf die jüngsten Entwicklungen der Firmengeschichte. Eine teilweise überalterte Mitgliederstruktur sowie neue Konkurrenz durch Online- und Billiganbieter würden das Schweizer Unternehmen vor große Aufgaben stellen. Der Rückgang der Mitgliederzahlen von 132.153 auf 129.421 in 2016 sei als Indiz für den bis dato nur schwer realisierbaren Generationenwechsel zu verstehen, so die Luzerner Zeitung. Viele Hapimag Altaktionäre seien schlichtweg nichtmehr in der Lage die Urlaubsangebote der Hapimag zu nutzen während für die jüngere Generation das Angebot vermeintlich (noch) nicht verlockend genug erschiene. Die Anstrengungen der Geschäftsführung seien groß - Schnupperangebote, Wellnessferien, Städtereisen – dennoch beträgt der Verlust der Hapimag AG (welche in Schweizer Franken abrechnet) in 2016, 17,3 Mio. Schweizer Franken (30 Mio. Schweizer Franken in 2015). Zwar ist das Jahresergebnis mit 800.000 Euro durchaus positiv (3 Mio. Euro in 2015), nachdem der Mutterkonzern allerdings in Schweizer Franken abrechnet und Umrechnungsdifferenzen auftraten, blieben die Zahlen final allerdings rot - so die Luzerner Zeitung im April 2017. Des weiteren verweist die Zeitung auf das Eigenkapital, welches von 321.000 auf 300.000 Franken gesunken sei und in 2014 noch 365.000 Franken betragen hätte sowie auf den Fakt, dass Verluste aktuell nur durch Reserven bedient werden würden. Der Hapimag Ferienclub für Aktionäre (HFA) fordert daher in seinem Fragekatalog an den Verwaltungsratspräsident unter anderem mehr Mitbestimmungen bei strategischen Fragestellungen sowie einen Aktionärsbeirat. Immerhin konnte der Verwaltungsratspräsident mitteilen, dass die betriebswirtschaftlichen Eigenmittel der Unternehmensgruppe insgesamt bei 86 Prozent lägen und man den Rückgang des Eigenkapitals natürlich verfolge.